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Therapieformen

Die High-Power-Lasertherapie stellt generell eine recht einfach anzuwendende Therapieform dar, bei der es nur wenige, einfache Regeln zu beachten gilt.

Der Patient wird so gelagert, dass das Behandlungsgebiet mit dem Applikator direkt von oben erreicht werden kann. Eine präzise Ermittlung des Behandlungsgebietes bzw. der Behandlungspunkte ist notwendig. Dies geschieht in der Regel durch Palpation – insbesondere bei Triggerpunkten kann hierfür aber auch bereits eine direkte Laserapplikation als Feedback-System eingesetzt werden.

Drei Applikationstechniken stehen zur Auswahl:

  • die statische Applikation
  • die dynamische Applikation
  • kombinierte Applikation - statisch und dynamisch 

Die hohe Ausgangsleistung des Opton-Lasers erlaubt es, die statische Applikation für punktförmige und die dynamische Therapie für größere Areale anzuwenden. Der Abstandshalter hält den Laserkopf in einer definierten Entfernung zur Haut. Das Therapiefeld ist aufgrund der Aufspreizung des Laserstrahls mit 35° größer, als bei direktem Hautkontakt. Bei den oben dargestellten Anwendungsformen sollte der Laserkopf/ Abstandshalter stets senkrecht auf die zu behandelnde Fläche aufgesetzt werden, da ansonsten nur ein Teil der Leistung zur Wirkung kommt und Reflexionen des unsichtbaren Laserstrahles Patienten und Anwender gefährden können.

Statische Applikation

Bei der statischen Applikation wird der Laserkopf bzw. Abstandshalter auf die zu therapierende Stelle aufgesetzt und nicht bewegt. Die statische Applikation findet immer dann ihren Einsatz, wenn das zu behandelnde Gebiet klein ist (z.B. bei einer Tendinitis, wenn der Ansatzpunkt einer Sehne behandelt werden soll). Insbesondere Triggerpunkte und Akupunkturpunkte eignen sich zur statischen Applikation des Laserlichtes.

Zur statischen, punktförmigen Applikation mit dem 7-W-Laser wird die Verwendung des Abstandshalters 1 empfohlen (3,1 cm² Behandlungsfläche). Bei der statischen Behandlung werden 10 – 20 Joule pro behandeltem Punkt empfohlen.

Dynamische Applikation

Bei der dynamischen Anwendung sollte darauf geachtet werden, dass die Sonde / der Abstandshalter stets rechtwinklig zur Hautoberfläche steht, um zum einen durch gestreutes Laserlicht keine Gefahren zu verursachen und zum anderen einen wirkungsvollen Einstrahlungswinkel beizubehalten. Der Laserkopf wird bei kleineren Behandlungsfeldern entweder hin- und herstreichend oder in kreisförmigen Bewegungen bewegt. Bei größeren Arealen empfiehlt es sich, diese in mehrere Regionen aufzuteilen. Dynamisch wird behandelt, wenn das Behandlungsgebiet, wie z.B. bei einer Muskelzerrung oder an einem Gelenk relativ groß ist.

Für die dynamische Behandlung mit dem 7-W-Laser wird der Abstandshalter 1 empfohlen, die Behandlungsfläche beträgt ca. 1 cm². Als Anhaltspunkt für die Dosierung gelten etwa 50 Joule/cm² (subakut) -100 Joule/cm² (chronisch) für Menschen mit den Hauttypen I-IV.

Kombinierte Applikation – statisch und dynamisch

Schmerzen sind häufig nicht homogen im Behandlungsgebiet verteilt. Bei vielen Schmerzsyndromen liegen Maximalpunkte, wie Trigger- oder Schmerzpunkte innerhalb eines schmerzhaften Gebietes. Die schmerzverursachenden Triggerpunkte liegen sehr oft auch außerhalb des Schmerzgebietes, da sie ausstrahlende Schmerzen erzeugen. Trigger- und die Hauptschmerzpunkte werden statisch, das übrige Schmerzgebiet wird dynamisch behandelt.

Behandlungsdauer

Die Behandlungsdauer ist bei der dynamischen Anwendung länger als bei der statischen Anwendung. Wird bei der statischen Behandlung von Punkten die gewünschte Energiedosis bereits nach wenigen Sekunden erreicht, so ist bei der dynamischen Therapie die zu behandelnde Oberfläche deutlich größer, woraus eine längere Behandlungszeit resultiert. Aus diesem Grund soll das Therapieareal nicht zu groß gewählt werden.

Hoch dosierte Laserbehandlung

Sollen sehr hohe Dosen verabreicht werden, kann die Haut während der Behandlung mit Kaltluft gekühlt werden. Die Kühlung soll etwa 1-2 Minuten vor der Lasertherapie begonnen werden.

Dosierung und Leistung

Hier ist der Hauttyp ausschlaggebend und ebenso, ob die Applikation statisch oder dynamisch durchgeführt wird. Bei der statischen Applikation wird eine hohe Leistung verabreicht. Bei der dynamischen Behandlung wird der Laserkopf bei kleineren Behandlungsfeldern hin- und herstreichend oder in kreisförmigen Bewegungen bewegt, größere Areale werden in mehrere Regionen aufgeteilt. In beiden Fällen wird der Laser solange appliziert, bis der Patient ein deutliches Wärmegefühl verspürt. Das Auftreten eines Hitzeschmerzes ist ein Zeichen für Überdosierung. Um Hautschäden zu vermeiden, sollte das betroffene Areal sofort gekühlt werden. Da bei der dynamischen Anwendung im Vergleich zur statischen Anwendung die Lasersonde keinen direkten Kontakt mehr mit der Hautoberfläche hat, muss die Dosisfindung über die Energiedichte geschehen. Die Energiedichte ist die Menge der Energie in Joule pro cm². Die Energiedichte ist proportional zu dem Abstand zwischen Sonde und Hautoberfläche. Sie nimmt mit dem Quadrat zur Entfernung ab. Je weiter die Sonde entfernt ist, umso mehr vermindert sich die Energiedichte.

 

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